Petition für eine Änderung des Patientenrechts

Für eine Änderung des Patientenrechtegesetzes - die Beweislast darf nicht auf den Schultern der erkrankten Opfer von Behandlungsfehlern liegen.

 

Damit sich die schlimme und existenzvernichtende Lage der Betroffenen von ärztlichen Behandlungsfehlern endlich ändert! 

 

Bitte unterschreiben Sie auch!

 

 

Vor fünfzehn Jahren passierte mir ein ärztlicher Behandlungsfehler, der von da an mein gesamtes Leben auf den Kopf stellte. Nur eine Notoperation rettete mir damals das Leben. Immer wieder musste ich mit extremen Schmerzen und lebensbedrohlicher Diagnose in die Notambulanz der Krankenhäuser gebracht werden. Es folgten schwere Folgeoperationen. Ich war nur mit meiner Krankheit und dem Überleben beschäftigt. Es war die unvorstellbarste und schlimmste Lage in meinem Leben. 

 

Als Journalistin habe ich in meiner schlimmen Erfahrung einen Auftrag  gesehen: Mit meinem Buch Die Wunde in mir - Misshandlung auf Krankenschein bin ich zur Zeitzeugin eines Behandlungsfehlers geworden. Ich berichte von meinem konkreten Fall - stellvertretend für die vielen Patienten, denen durch einen Arztfehler ihre Existenz geraubt wird, und die allein und ohne Unterstützung dastehen.

 

Über das Internet schreiben mir viele Menschen, die selbst betroffen sind und mir ihre schlimmen Geschichten erzählen. Alle Opfer ärztlicher Behandlungsfehler machen die gleichen Erfahrungen! Sie schreiben mir, dass ich in meinem Buch auch ihre Situation und Gefühlslage beschrieben habe, auch ihre Hilflosigkeit und ihr Ausgeliefertsein. Und von ihrer Aussichtslosigkeit vor Gericht Anerkennung zu bekommen. Denn die dort verlangten Beweise sind so gut wie unerreichbar.

 

Durch den Arztfehler wurden mir die Grundlagen meiner Existenz entzogen. Ich war ab sofort sehr krank, wurde berufsunfähig, war finanziell aufs Äußerste belastet und musste mir zugleich rasch einen Rechtsanwalt und einen medizinischen Gutachter suchen. Dabei war ich gar nicht in der Lage, einen einzigen Termin wahrzunehmen oder mich um Fakten und Unterlagen zu kümmern.

 

Dies aber ist entscheidend, denn nach dem Gesetz bin ich als Betroffene eines Arztfehlers verpflichtet, dem Arzt seinen Fehler nachzuweisen. Die Beweislast für einen Behandlungsfehler liegt allein auf den Schultern des betroffenen Patienten! Wie aber soll jemand, der durch den Behandlungsfehler geschädigt, körperlich und psychisch geschwächt ist, sich um all das kümmern, was zu einem Beweis dient? Ganz zu schweigen von Behandlungsfehlern, die während einer Narkose passiert sind.

 

Indem die Beweislast dem Patienten auferlegt wird, hat dieser keine Chance auf Anerkennung und einen angemessenen Schadensersatz! Der Krankenhaus-Report der AOK zählt etwa 190.000 Betroffene und 19.000 Tote pro Jahr. Hinzu kommen noch die Arztfehler, die in den Praxen niedergelassener Ärzte passieren. Die Dunkelziffern liegen noch weit höher, man geht von bis zu einer Million Betroffenen pro Jahr aus. Bis heute gibt es kein zentrales Register für Arztfehler, jeder Patient wird als Einzelfall behandelt. Dabei müssen die Opfer eines Arztfehlers auf die Anerkennung und einen berechtigten Schadensersatz verzichten. Sie haben von vornherein keine Chance gegen die verursachenden Ärzte, die von teuren und spezialisierten Rechtsanwälten ihrer Haftpflicht-Versicherungskonzerne vertreten werden. Bis heute fehlt auch ein Fonds für die Medizin-Opfer.

 

 

Morgen kann jede/r betroffen sein!

 

Bitte unterschreibt jetzt dringend meine Petition an Justizminister Maas, Gesundheitsminister Gröhe und den Patientenbeauftragten Karl-Josel Laumann: 

 

Änderung § 630 BGB Beweislast bei Behandlungsfehlern muss bei dem Arzt liegen