Die Wunde in mir - Misshandlung auf Krankenschein

Ein Plädoyer für den Erhalt der menschlichen Würde und für den Schutz des Rechtes auf Unversehrtheit

"Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Sie zu achten und zu schützen 
ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt ..." 

-  mit diesem Zitat aus dem Grundgesetz beginnt das Buch Die Wunde in mir - Misshandlung auf Krankenschein. Denn dieses gilt nicht für Betroffene von ärztlichen Behandlungsfehlern. Sie werden in ein gesellschaftliches Abseits gestoßen, aus dem sie nicht mehr - oder nur sehr schwer - herauskommen. Schließlich soll nicht sein, was nicht sein darf!

 

Da muss die Unantastbarkeit von Medizinern - in diesem Fall leider nicht von den guten, sondern von den schlechten - über alles gestellt und gewahrt werden, selbst wenn die Würde der behandelten Patienten verletzt, ihre Unversehrtheit nicht beschützt wird. Schließlich können sich die Opfer aufgrund ihrer schweren Erkrankung und ihrer Vereinzelung kaum gesellschaftlich bemerkbar machen, da kann man sie getrost übergehen und - Entschuldigung für das harte Wort - tot schweigen!

 

 

"Alle Betroffenen von Behandlungsfehlern sind Überlebende!
Ihnen ist mein Buch und mein Engagement gewidmet."

 

                                                                                                   Johanna Darka

 

Johanna Darka ...

... erzählt in Die Wunde in mir - Misshandlung auf Krankenschein die Geschichte eines ärztlichen Kunstfehlers mit all seinen rechtlichen, sozialen und sonstigen Konsequenzen. Keine leichte Lektüre, dafür aber umso packender und spannender. Der Stoff gleicht einem Kriminalroman, aber die Autorin musste die Geschichte selbst erleben. Über fünfzehn Jahre lang klagte sie gegen die beteiligten Ärzte und gewann vor dem Land- und vor dem Oberlandesgericht. Aber bis heute hat sie keinen Schadensersatz erhalten. Johanna Darka hat bis zu ihrer Fehlbehandlung als Journalistin und Dokumentarfilmerin gearbeitet. Sie begriff: Wenn ihr so etwas passierte, dann bedeutete das, dass sie es aufschreiben musste. Sie entdeckte, dass Deutschland sozial und rechtlich gesehen immer noch eine Wüste ist, was die vorhandenen Strukturen zur Bewältigung eines Behandlungsfehlers angeht.

 

Hier muss dringend etwas passieren. Man geht jährlich von etwa 200.000 ärztlichen Behandlungsfehlern allein im Krankenhaus aus, die Dunkelziffer dürfte wesentlich höher liegen. Tendenz steigend. Die PatientInnen erleben die Lage, in die sie durch einen sogenannten "ärztlichen Kunstfehler" gebracht werden, nicht nur als äußerst schmerzvoll und vielfach ihr gesamtes Leben umkrempelnd. Sie werden vollkommen allein gelassen, bewegen sich in einem gesellschaftlichen Tabubereich, in dem nicht sein kann, was nicht sein darf. Das Dickicht möglicher Fallstricke ist unüberschaubar.

 

Die Wunde in mir - Misshandlung auf Krankenschein ist ein aufwühlendes, mitreißendes Buch. Es ist eine Geschichte, die das Fürchten lehren kann, weil sie jeder/jedem von uns jederzeit passieren kann. Aber es ist zugleich ein Plädoyer für die Menschlichkeit. Es sollte zur Pflichtlektüre für Politiker, Juristen, Medizinstudent*en, Ärzte und Therapeuten erklärt werden. Berühren wird es jeden Leser.

 

 

 

 

Johanna Darka: "Es bleibt eine Geschichte, in der ich gelernt habe, bedingungslos, ohne Wenn und Aber, zu mir selbst zu stehen. Daher ist sie - wie alles, was uns im Leben begegnet - dazu angetan, mehr über uns selbst und über unsere Mitmenschen zu lernen. Ich glaube, es ist ein Buch, das neben allem Entsetzen Mut macht. Den Mut zu leben." 

 

 

 

 

Johanna Darkas Bericht ist das erste authentische Protokoll eines Behandlungsfehlers und seiner Folgen aus der Sicht einer Betroffenen.

 

 

 

"People will forget what you said,

people will forget what you did,

but people will never forget

how you made them feel."

 

                            Maya Angelou

 

 

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