Behandlungsfehler-Blog von Johanna Darka

"Lebenslang"

Mein Blog zum Thema Behandlungsfehler                                                   und Missbrauch in ärztlicher Behandlung

Der Fall eines Behandlungsfehlers, den ich erfahren musste - und immer weiter muss, denn diese Erfahrung bedeutet lebenslang - ist besonders markant und deshalb wohl geeignet, die Öffentlichkeit und hoffentlich auch Politiker und Juristen in der Frage der Rechte von Patienten aufzurütteln, und sie auf die Schwierigkeiten aufmerksam zu machen, die trotz des "Patientenrechtegesetzes" weiterhin für alle Patienten bestehen.

 

In der Tatsache, dass gerade mir als Autorin und Journalistin ein solch gravierender Arztfehler mit allen daraus folgenden sozialen, juristischen und persönlichen Konsequenzen passiert ist, sehe ich einen klaren Auftrag an mich. Ich möchte den vielen Betroffenen eine Stimme verleihen, indem ich dies öffentlich mache und hoffentlich bald eine längst überfällige Diskussion anregen kann. 

 

Ab heute möchte ich meine Artikel, die ich bislang vorwiegend bei Facebook und Twitter gepostet habe, hier veröffentlichen. So bleiben sie besser erhalten und können jederzeit aufgefunden und nachgelesen werden. So habt Ihr auch die Möglichkeit, die Artikel zu kommentieren. Vielleicht ist manches noch nicht perfekt, ich arbeite jedoch ständig an einer Verbesserung ... Allerdings bitte ich Euch um Nachsicht, denn all diese Arbeit, die ich seit meinen schlimmen Fehloperationen aufbringe, ist kaum zu schaffen. Natürlich gerate ich immer wieder an meine Grenzen. So braucht Ihr ein wenig Geduld, bis Eure Kommentare schließlich freigeschaltet werden können. Dabei muss ich mir Kürzungen vorbehalten. 

 

In meinem BehandlungsfehlerBlog werde ich Aktuelles zum Thema Behandlungsfehler aufgreifen. Aber ich werde auch Artikel aus der Tiefe meines Fundus veröffentlichen, um sie zu archivieren und sie meinen Leserinnen und Lesern zur Verfügung zu stellen. Durch mein Buch Die Wunde in mir - Misshandlung auf Krankenschein haben bereits viele Interessierte, Betroffene von Behandlungsfehlern und auch deren Angehörige den Weg zu mir und auf meine Webseite www.johannadarka.com gefunden. Man spricht inzwischen von mehreren Hunderttausenden von Betroffenen ärztlicher Behandlungsfehler in jedem Jahr. Auch sollen allein in Krankenhäusern 19.000 Menschen jährlich an Behandlungsfehlern versterben. Damit werden auch viele Angehörige zu Betroffenen.  

 

Unverständlich bleibt mir, warum es nicht längst ein unabhängiges Zentralregister zur Erfassung der Zahlen gibt. Die Dunkelziffern dürften hoch sein, denn viele Betroffene und - gerade sexuell missbrauchte Opfer - tauchen häufig in den, auf die verschiedenen Institutionen wie Krankenkassen (MDK), Ärztekammer, Gerichte verteilten, Statistiken überhaupt nicht auf. Die schlimme Lage der Opfer von Behandlungsfehlern sollte jedoch allen Entscheidungsträgern im Gesundheitssystem, im juristischen Gefüge und in der Politik ein Ansporn sein, diese so schnell wie möglich zu verändern.

 

Die Verhältnisse in der "Tabu-Zone" ärztlicher Fehlbehandlung sind unwürdig für ein Land, das sich seit über fünfzig Jahren mit der Unterzeichnung der Menschenrechtskonvention und in seinem Grundgesetz zum Schutz seiner Bürger verpflichtet hat. Diese werden bei dem momentanen Umgang mit Betroffenen letztlich allein den großen Haftpflichtversicherungen überlassen, wenn sie in einer ärztlichen Fehlbehandlung verletzt wurden. Hier gibt es eine große humanitäre Lücke, die es dringend zu schließen gilt. Zum Beispiel mit der Begründung eines Hilfs-Fonds, der den Opfern unmittelbar und unbürokratisch zu Hilfe kommt, wenn sie durch den Behandlungsfehler und seine Folgen ihre existenzielle Lebensgrundlage verlieren.  

 

Ich höre von unvorstellbaren Fällen ärztlicher Fehlbehandlung und bin immer wieder fassungslos und sehr berührt von diesen schweren, menschlichen Dramen. Vor allem aber bin ich auch schockiert über das Unrecht, das den Betroffenen und ihren Angehörigen in ihren Bemühungen um eine Verarbeitung des Geschehenen, um Anerkennung und Wiedergutmachung weiter zugemutet wird. Leider, das möchte ich an dieser Stelle auch nicht unerwähnt lassen, wird ihre schlimme Lage in vielen Fällen zusätzlich von ihren betreueenden Rechtsanwälten ausgenutzt, die an einem von der Rechtsschutz-versicherung bezahlten Honorar mehr interessiert scheinen, als an einer Verteidigung ihrer Klienten. Sie haben mit den physisch und psychisch angeschlagenen Opfern ein leichtes Spiel. Hier brauchen wir dringend eine neutrale Aufsicht und Ahndung dieser schwarzen Schafe unter den Rechtsvertretern. Die Rechtsanwaltskammern wirken da wie ein sehr stumpfes Instrument.

 

Akut-Thema: Multiresistente Keime

Akut-Thema: Multiresistente Keime

Krankenhauskeime

Hierzu ein Zitat aus meinem Buch "Die Wunde in mir - Misshandlung auf Krankenschein", das weit mehr enthält als die Schilderung eines schlimmen Behandlungsfehler-Falles und des unwürdigen Umgangs der deutschen Justiz hiermit. Häufig schreibe ich in meinem Buch auch über weitere Themen, die in diesem Zusammenhang von großem Interesse sind. Zum Beispiel Folgendes:

 

"Was bedeutet es aber, wenn Gesundheit aus dem Kanon der geschützten Menschenrechte immer mehr ausgegliedert wird, indem nur der medizinische Unterstützung bekommt, der hierfür entsprechend bezahlen kann? Das Gesundheitswesen lässt sich nicht nach rein marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten organisieren, für die Erhaltung unserer Gesundheit brauchen wir alle ein soziales Engagement, das niemanden von der bestmöglichen Behandlung ausschließt.

 

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Die Rechts-Unsicherheit von Patienten soll nun ein Fonds aus dem Steuertopf lösen

Es ist gut, dass das Thema der ärztlichen Behandlungsfehler und die elende Lage der Patienten-Opfer endlich bei den Politikern angekommen ist.

 

Ich kritisiere jedoch, mit welcher Maßnahme die unzureichende, rechtliche Absicherung der Patienten in Deutschland verbessert werden soll. 
Endlich über die Einrichtung eines Härtefallfonds nachzudenken, ist gut. Weniger gut daran ist, dass ausschließlich die Steuerzahler dafür aufkommen sollen, dass so unendlich viele Arztfehler aufgrund der jetzigen Verteilung der Beweislast im Patientenrechtegesetz unaufgeklärt bleiben.

 

Mit einer Umformulierung des Patientenrechtegesetzes ließen sich die Probleme in der Rechtssprechung und die Nicht-Leistung von Entschädigungen seitens der ärztlichen Versicherungen sofort und auf effektive Weise lösen. Deshalb sollte das Ziel sein, die Beweislast endlich von den Schultern der schwer erkrankten Betroffenen zu nehmen und sie generell bei den betreffenden Ärzten und Kliniken zu positionieren. Erst dann haben endlich auch die Mediziner ein wahres Interesse, an der Aufklärung der Fälle von Behandlungsfehlern mitzuarbeiten.

 

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Unfall oder Behandlungsfehler - in Deutschland bestimmen die Versicherungen die Rechtsprechung

Bild: Frida Kahlo

Jetzt hat sich das journalistische Rechercheteam von „Correctiv“ mit der Problematik beschäftigt, dass Opfer - dabei ist es in diesem Fall egal, ob sie einen Unfall oder einen Behandlungsfehler erleben mussten - in Deutschland kaum eine Chance auf eine Entschädigung haben. Der Bericht im Nachtjournal von RTL zeigt auf, dass hinter den mächtigen Versicherungskonzernen ausgebuffte Großkanzleien stehen, die in regem Austausch mit Richtern bis hin in den Bundesgerichtshof stehen. Die Richter erhalten dort sogar „Sachkenntnisse“ und zusätzliche Honorare für Veranstaltungen. All dies geschieht in undurchschaubarer Weise und unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Transparenz ist etwas anderes.

 

Dabei haben die Recherchen von Correctiv nun das bestätigt, was ich seit Langem betone: Es sind  die großen Versicherungskonzerne, die hierzulande die Rechtsprechung beeinflussen und in ihre Richtung steuern. Das bedeutet, dass sie die Prozesse auf die unmöglichste und unerhörteste Weise verzögern, tricksen bis das Opfer zusammenbricht und aufgibt, oder - längst am Ende seiner Kräfte angekommen - einen unzumutbaren Vergleich akzeptiert. Und sollte dies Jahrzehnte dauern, in denen der Geschädigte kaum weiß, wie er sich über Wasser halten soll. Und wenn er es doch bis zum Schluss durchhält, gehen sie noch einmal - nach Jahren und Jahrzehnten des gerichtlichen und unfairen Kampfes - in die Berufung. Nur, damit alles für den geschwächten Betroffenen noch einmal von vorn anfängt. Irgendwann wird das Opfer aufgeben, so der Grundgedanke. Alles, was zermürbt, persönliche Angriffe vor Gericht, Diffamierungen der unhaltbarsten Art ist zugelassen und wird praktiziert. Ohne, dass die Öffentlichkeit hiervon etwas erfährt, denn jeder Fall wird als "Einzelfall" abgehandelt. Und dies soll möglichst auch so bleiben. Damit niemand seine Geschichte mit einer anderen vergleichen kann. So gibt es keinerlei objektive Bemessungsgrundlage vor Gericht. Es freuen sich die Versicherungen und ihre Anwälte.

 

Zumindest für die unfassbar vielen, ärztlichen Behandlungsfehler-Fälle könnte die Politik sofort Abhilfe schaffen, indem sie die Beweislast generell auf den gesunden, behandelnden Arzt oder das Krankenhaus verlagert und dies im Patientenrechtegesetz auch so festgeschreibt.  Erst dann wäre für die Opfer von Arztfehlern und Fehloperationen endlich ein Weg zur Anerkennung ihres schlimmen Schicksals und vor allem auch zur Entschädigung für den Verlust weiter Lebensanteile geschaffen. 

 

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IGeL-Leistungen: Den Schaden haben immer nur die Patienten

Die sogenannten IGeL-Leistungen kristallisieren sich einmal mehr als ein Beispiel heraus wie Ärzte vorgehen können, um ihren Verdienst zu steigern. Zum Vorteil bei der Heilung der Patienten sind die meisten dieser angebotenen Therapien und Untersuchungen nach Ansicht des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MdK) offenbar nicht.

 

 

Patienten in Arztpraxen sind in dieser Hinsicht zunehmend nur noch als Träger ihrer eigenen Brieftasche von Interesse. Weder als Kranke, noch als ernstzunehmende Menschen, mit denen man verantwortungs- und respektvoll umzugehen gedenkt. Vor allem dann nicht, wenn die Gier bei der Berufsausübung das eventuell vorhandene Interesse an einer heilenden Behandlung des Arztes durchkreuzt.

 

Wen wundert es, dass die "Kassenärztliche Bundesvereinigung" die Lage ganz anders beurteilt. "Der Markt der individuellen Gesundheitsleistung ist ein für Patienten und auch Ärzte sinnvoller Markt, weil er Möglichkeiten eröffnet, alternative Methoden zu erforschen und mehr zu machen als bezahlt wird", heißt es von dort.

 

Vom Wissenschaftliche Institut der AOK werden Zahlen genannt: Ärzte sollen mit den Zusatzuntersuchungen jährlich rund eine Milliarde Euro einnehmen.

 

Leider wird in der Organisation unseres Gesundheitssystems vor allem das Profitdenken gefördert. Ein Gesundheitsministerium, das sich nicht in der Lage sieht, dieses Prinzip abzumildern oder gleich ganz abzuschaffen, verdient das Wort "Gesundheit" in seinem Namen wohl kaum mehr. 

 

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Brustimplantate - Entscheidung in Brüssel:  für den TÜV-Rheinland, gegen die geschädigten Frauen

Es sieht danach aus, dass die geschädigten Frauen am Ende leer ausgehen werden.. In Europa haben wir eine Rechtsauffassung, die offenbar die Interessen von Geschädigten eher außer Acht lässt. Immer zum Schaden der Schwächsten, scheint hier das Prinzip zu sein.

 

 

Es fragt sich doch, ob TÜV-Stempel und -Aufkleber eventuell nur verkaufsfördernde, dabei aber die KäuferInnen und AnwenderInnen in die Irre führende Funktionen haben? Wenn der TÜV so gut wie gar nichts zu überprüfen hat, damit ein Produkt seine Kennzeichnung tragen darf, drängt sich da nicht die Frage auf, wofür dann eine solche "Qualitätsauszeichnung" des TÜV überhaupt gut sein soll?

 

In jedem Fall nützen sie Firmen, die diese TÜV-Irreführung der Kunden (in diesem Fall waren auch Ärzte darunter) zu nutzen und finstere Geschäfte damit zu tätigen wissen.

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Gesetzentwurf zur Entschädigung für Hinterbliebene bei Terror, Mord und Behandlungsfehlern gebilligt -  Morgenröte im juristisch-politischen Umgang mit Opfern

Ohne größere Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit wurde jetzt durch die Regierung ein Gesetzentwurf gebilligt, mit dem eine wesentliche, juristische Erleichterung bei der Entschädigung für Angehörige der gestorbenen Opfer von Terror, Mord und von Behandlungsfehlern inkraft treten soll. Der traurige Hintergrund: das haben die Angehörigen der Opfer von Behandlungsfehlern den Angehörigen der Opfer des Terroranschlags auf dem Berliner Weihnachtsmarkt zu verdanken. Über das Gesetz muss nun im Bundestag abgestimmt werden.

 

 

Die Bundesregierung befürwortete den Entwurf zu einer Gesetzesänderung, nach dem Hinterbliebene von nun an grundsätzlich ein Schmerzensgeld für den Verlust eines Angehörigen erhalten sollen, ohne dass sie die Beweislast auf ihren Schultern tragen. Auch in diesen Fällen - ebenso wie bei ärztlichen Behandlungsfehlern - lag die Beweislast bisher bei diesen Angehörigen. Es war aus diesem Grund ein nahezu unüberwindbarer Weg zu einer Entschädigung zu kommen, wenn man einen nahen Angehörigen verloren hatte. 

 

Der juristische Umgang mit Opfern in Deutschland kann in großen Teilen - auch im sogenannten Patientenrechtegesetz - durchaus als Opfer-Misshandlung bezeichnet werden. Man erhält hier Gesetze aufrecht, obwohl man weiß, dass Hunderttausende von Geschädigten durch die Verteilung und die Ausformung der Beweislast nie zu einer Entschädigung kommen werden. Im Gegenteil, sie werden durch zermürbende und unwürdige Gerichtsprozesse, bei denen der Ausgang nahezu von vornherein festgelegt ist, ein weiteres Mal zum Opfer.

 

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Von einem Recht, das keines ist - die Rechtsformel des Patientenrechtegesetzes ist zum Nachteil für die Betroffenen

Die Flut von Nachrichten, die einen inzwischen täglich zum Thema Behandlungsfehler in ärztlichen Behandlungen erreichen, ist kaum noch zu übersehen. Durch die enorm hohen Fallzahlen und die noch wesentlich höheren Dunkelziffern drängt sich das Thema immer mehr in die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Selbst das Ärzteblatt berichtet jetzt über die Zunahme von Behandlungsfehlern und die Techniker Krankenkasse möchte sich auch gern ins Boot setzen und hat kürzlich Zahlen bekannt gegeben, nach denen durch die TK im vergangenen Jahr vierzehn Millionen Euro aufgrund von Fehlbehandlungen von Ärzten und Kliniken als Regressforderungen geltend gemacht wurden. Man möchte sicher gern neue Mitglieder mit einer solchen Nachricht anwerben, die ja erstmal gut und imposant daherkommt. Dabei klingt es irgendwie nach dem Verdienst der Krankenkasse? Ist es ja auch.

 

Und die Betroffenen der Behandlungsfehler selbst?

Darüber verlautet in dem Bericht der Techniker Krankenkasse nichts. Nur am Rande wird erwähnt, dass lediglich 61 Fälle von knapp 1.500 angezeigten vor Gericht verhandelt wurden. Leicht ist zu verstehen, was diese Zahlen bedeuten.

 

Eine gerichtliche Klage für eine Entschädigung ist für die Betroffenen so gut wie aussichtslos. Entschädigung erhalten in der Regel die Krankenkassen, die eine viel bessere, da mächtigere Verhandlungsbasis mit den ärztlichen Haftpflichtversicherungen einnehmen. Sie haben ausgezeichnete Rechtsabteilungen und Kanzleien, die diese Fälle übernehmen und den ärztlichen Haftpflichtversicherungen die Zahlungen nahelegen. Während der schwer erkrankte Patient immer ärmer wird und mehrheitlich auf der Strecke bleibt. 

  

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Bertelsmann-Studie: Medizinische Überversorgung von Schwangeren - ein lukratives Geschäft für Ärzte

Schwangere Frauen sollten auf die bestmögliche Weise medizinisch versorgt werden und jede nötige Untersuchung erhalten, die für die Mutter und das ungeborene Kind gut und sinnvoll ist. Dies sei ausdrücklich zu Anfang festgestellt. Hier scheint sich aber - wie an manchen Orten in unserem Gesundheitssystem - die Brieftasche von Patientinnen, in diesem Fall von werdenden Müttern, als ein offenes Geschäftskonto für die betreuenden Ärzte anzubieten.

 

Denn nach einer Bertelsmann-Studie und der Befragung von Schwangeren zeigt sich, dass Ärzte hier offenbar sehr gern und überaus häufig alles durchsetzen, was an Untersuchungen nicht nur möglich und sinnvoll ist, sondern, was sich insbesondere den Schwangeren "verkaufen" lässt. So stellt Bertelsmann fest, dass alle schwangeren Frauen mittlerweile so behandelt und untersucht werden, als hätten sie eine Risiko-Schwangerschaft. 

 

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Krankenkassen erwirtschaften ein Plus von 16 Milliarden - unter sehr erfolgreicher Ausblendung der schwerst Betroffenen von Behandlungsfehlern

Bericht der Deutschen Ärzteblattes vom 9.12.2016 -
 
Krankenkassen mit 16 Milliarden im Plus

Ein Kommentar

„Die guten Kassenzahlen zeigen, dass wir bei den notwendigen Verbesserungen, die wir in dieser Wahlperiode für die Patientinnen und Patienten auf den Weg gebracht haben, mit Augenmaß vorgegangen sind“, erklärte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). 

 

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Behandlungsfehler und ihre juristische Aufarbeitung - ein Angriff auf die Würde der Frau

 

In meinem Buch Die Wunde in mir - Misshandlung auf Krankenschein schildere ich meine Geschichte auf zwei Ebenen. Da ist zum einen die Gewalt, die allen Betroffenen von ärztlichen Behandlungsfehlern in unserer Gesellschaft angetan wird. Zuerst durch einen Behandlungsfehler, der ihr Leben in Stücke reißt. Und darauf folgend geraten sie bei dem Versuch, eine Wiedergutmachung zu erlangen, in den Reißwolf der Verhandllungen mit Krankenkassen, Ärzte-Gut- / MIssachtern, Juristen und ärztlichen Haftpflichtversicherungen. Da fehlt jede Menschenwürde und jedes menschliche Maß, denn da geht es ja gar nicht um die Patienten, sondern nur um den größtmöglichen Profit für die übrigen Beteiligten. 

 

Zugleich aber erzähle ich in meiner Tatsachenerzählung von einem sehr schlimmen, sexualisierten, ärztlichen Übergriff, der weder durch die Staatsanwaltschaft (die Ermittlungen aufgrund meiner Anzeige wegen Körperverletzung wurden vorzeitig eingestellt), noch in den zivilrechtlichen Verhandlungen geahndet wurde. Vom Zivilgericht wurde ich kurzerhand im Urteil ab einem fiktiven Zeitpunkt nur wenige Monate nach dem verheerenden Angriff des Arztes auf meinen äußeren und sogar inneren Intimbereich und trotz einer, zu der Zeit hierdurch weiter bestehenden, handflächengroßen (!) Wunde und des eindeutig von einem notoperierenden Universitätsprofessor dokumentierten 75-prozentigen Gewebeverlustes, für "gesund" erklärt, da ich angeblich keinen weiteren Arzt aufgesucht hätte ... Eine Aussage, die in allen Details falsch ist. Auf Druck ihrer Medizinerkollegen hatte zum Beispiel eine mich behandelnde Proktologin 90 Prozent meiner Patientenakte in ihrer Praxis geschwärzt und unkenntlich gemacht. Das wurde akzeptiert, das ging gut vor Gericht durch. Dies ist für mich skandalös.

Gewalt gegen Frauen und Patientinnen, ich weiß, was das ist. Ich habe es erlebt. Und ich schreibe heute darüber. In allen Details. 

 

Alle - in der Regel Männer - die mit meinem Fall zu tun hatten, gingen einfach durch mich hindurch. Warum? Weil ich durch den ärztlichen Übergriff um mein Überleben zu kämpfen hatte. Und wohl auch, weil ich nur eine Frau bin.

 

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Nützt das Recht auf Einsicht in die eigene Krankenakte dem fehlbehandelten Patienten? - Transplantationsskandal im UKE Hamburg

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Drei Jahre Patientenrechtegesetz - ein Offener Brief an den Patientenbeauftragten der Bundesregierung, medizinische Studien an Demenzkranken erlaubt

Vor einem Jahr sendete und veröffentlichte ein Leser meines Buches Die Wunde in mir - Misshandlung auf Krankenschein einen Offenen Brief an den "Patientenbeauftragten der Bundesregierung", Karl-Josef Laumann. Dieser schreibt auf seiner Internetseite zur Frage nach der ausreichenden Wirksamkeit des Schutzes von Patienten durch das Patientenrechtegesetz: 

"Nicht einzelne Interessen, sondern die Patientinnen und Patienten müssen im Mittelpunkt des Gesundheitssystems stehen. Deshalb ist es wichtig, ständig für Qualität, Transparenz und eine gute Versorgung in den unterschiedlichen Strukturen zu arbeiten."

 

Torsten Friesecke, der Absender des Offenen Briefes, hatte mich direkt angeschrieben, nachdem er mein Buch gelesen hatte. Er war äußerst bewegt und betroffen, zugleich beeindruckt von der Kraft, die ich aufgebracht habe, um über Jahre so ein Buch mit der eigenen Fallgeschichte zu schreiben und zu veröffentlichen. Damit den Tausenden von Betroffenen ärztlicher Behandlungsfehler endlich eine Stimme verliehen wird, damit von offizieller Seite nicht länger so getan werden kann, als seien dies alles nur bedauerliche, schicksalhafte Einzelfälle. Er, als aufmerksamer Leser meines Buches, verstand sofort, wie bedroht wir alle sind, denn jeder und  jedem von uns kann morgen in einer ärztlichen Behandlung plötzlich eine ähnliche Geschichte passieren. Häufig merken die meisten erst dann, wie ungeschützt und rechtlos Patienten dastehen. Bewegt, und sehr besorgt, schrieb Torsten Friesecke einen Brief an den zuständigen Patientenbeauftragten und schickte diesen auch persönlich an die genannte Adresse nach Berlin. Auch sendete er seinen Brief an die entsprechenden Gesundheitspolitiker in den Bundesländern und an Gesundheitsminister Hermann Gröhe. Zugleich veröffentlichte er seinen Offenen Brief auf Facebook.

 

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Film über den Behandlungsfehler-Fall Kalinka Bamberski: "Im Namen meiner Tochter"

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Tatort: Arztpraxis

Missbrauch in Arztpraxen

Aufruf an Euch Frauen

Meldet Euch bitte!

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Ein Fall von ärztlicher Fehlbehandlung, der mir den Atem raubt

Chefarzt einer Bamberger Klinik verurteilt, er hat Revision eingelegt

Die Kammer verurteilte ihn zu sieben Jahren und neun Monaten Freiheitsstrafe, zudem sprach sie  ein fünfjähriges Berufsverbot aus.

Mir wurde übel, als ich von diesem Fall einer ärztlichen Misshandlung - juristisch "Behandlungsfehler" - las. Zu gross sind die Parallelen zu meinem Fall, bei dem die Staatsanwaltschaft die Verfolgung meiner Anzeige wegen Körperverletzung sofort einstellen liess. Meine Strafanzeige hätte keine Aussicht auf Erfolg, hiess es zur Begründung.

 

Und Punkt. Das war's. Es wurden keine Zeugen vernommen, dem Mediziner schien hingegen alles erlaubt. Der Arzt konnte keine Diagnose benennen, legte gefälschte Papiere über seine Praxis vor, etliche Monate später ein pathologisches Attest eines ihm bekannten Pathologen, über von mir (unerlaubt) entferntes und angeblich eingeschicktes Gewebe usw. usw.

 

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